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Möglichkeiten, um ein Gebäudeleitsystem nachträglich durch neue Schnittstellen zu ergänzen


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Ein Gebäudeleitsystem (GLT) ist ein System, das dazu dient, verschiedene technische Anlagen in einem Gebäude zu überwachen, zu steuern und zu optimieren. Es wird auch als Gebäudeautomationssystem oder Gebäudemanagementsystem bezeichnet. Das Hauptziel eines Gebäudeleitsystems besteht darin, den Energieverbrauch zu optimieren, den Komfort für die Nutzer zu verbessern, die Sicherheit zu erhöhen und die Effizienz der Gebäudebetriebsabläufe zu steigern. Typische Komponenten eines Gebäudeleitsystems sind Sensoren, Aktoren, Steuerungen und eine zentrale Steuerungseinheit.

Hier sind einige Möglichkeiten, um ein Gebäudeleitsystem nachträglich durch neue Schnittstellen zu ergänzen:

  1. Gateways und Protokollkonverter: Verwenden Sie Gateways oder Protokollkonverter, die als Übersetzer zwischen verschiedenen Protokollen fungieren. Sie können vorhandene Systeme mit neuen Geräten oder Technologien verbinden, indem sie die Kommunikation zwischen den verschiedenen Schnittstellen ermöglichen.
  2. Middleware: Verwenden Sie Middleware-Lösungen, die als Zwischenschicht zwischen bestehenden Systemen und neuen Schnittstellen agieren können. Middleware kann dazu beitragen, Daten aus verschiedenen Quellen zu integrieren und gemeinsam nutzbar zu machen.
  3. API-Integration: Wenn das bestehende Gebäudeleitsystem APIs (Application Programming Interfaces) unterstützt, können Sie APIs verwenden, um neue Schnittstellen zu integrieren. Dies ermöglicht die Kommunikation mit anderen Anwendungen und Systemen.
  4. Datenbankintegration: Integrieren Sie neue Datenquellen über die Datenbank des Gebäudeleitsystems. Daten können in die Datenbank eingespeist oder von dort ausgelesen werden, um Informationen zwischen verschiedenen Systemen auszutauschen.
  5. Wireless Sensoren und Aktoren: Nutzen Sie drahtlose Technologien wie Zigbee, Z-Wave oder Bluetooth, um drahtlose Sensoren und Aktoren in das Gebäudeleitsystem zu integrieren. Diese drahtlosen Geräte können Daten über vorhandene Gateways oder direkt mit dem Leitsystem kommunizieren.
  6. Upgrade der Steuerungssysteme: Falls erforderlich, können Sie ältere Steuerungssysteme oder Komponenten durch modernere Modelle ersetzen, die über aktuellere Schnittstellen verfügen.
  7. Cloud-basierte Lösungen: Implementieren Sie Cloud-basierte Lösungen, die als Integrationsplattform dienen können. Cloud-Dienste können Daten aus verschiedenen Quellen aggregieren und ermöglichen die Fernüberwachung und -steuerung.
  8. Firmware- und Software-Updates: Überprüfen Sie, ob Firmware- oder Software-Updates für vorhandene Geräte verfügbar sind. Diese Updates können möglicherweise neue Schnittstellen oder Protokollunterstützung hinzufügen.

Bevor Sie neue Schnittstellen integrieren, ist es wichtig, eine sorgfältige Analyse der bestehenden Systemarchitektur und der Anforderungen des Gebäudes durchzuführen. Dies kann dazu beitragen, die am besten geeignete Integrationsmethode zu wählen und sicherzustellen, dass die neuen Schnittstellen nahtlos mit dem vorhandenen Gebäudeleitsystem zusammenarbeiten.

Gateways und Protokollkonverter

Ein Gateway zur Integration in ein Gebäudeleitsystem spielt eine entscheidende Rolle bei der Verbindung von verschiedenen Geräten, Systemen oder Protokollen innerhalb eines Gebäudes. Die Aufgabe eines Gateways besteht darin, die Kommunikation und den Datenaustausch zwischen verschiedenen heterogenen Geräten und Protokollen zu ermöglichen, sodass ein zentrales Gebäudeleitsystem auf diese Daten zugreifen und sie steuern kann. Hier sind die grundlegenden Schritte und Funktionen, wie ein solches Gateway typischerweise arbeitet:

  1. Protokollübersetzung: In einem Gebäude gibt es oft eine Vielzahl von Geräten und Systemen, die unterschiedliche Kommunikationsprotokolle verwenden. Ein Gateway übersetzt diese verschiedenen Protokolle, um die Interoperabilität zu gewährleisten. Zum Beispiel kann es Daten von Modbus, BACnet, KNX oder anderen Protokollen verstehen und in ein standardisiertes Format umwandeln.
  2. Datenaggregation: Das Gateway sammelt Daten von verschiedenen Geräten und Sensoren im Gebäude. Diese Daten können Informationen über Temperatur, Beleuchtung, Heizung, Klimaanlage, Sicherheitssysteme usw. umfassen. Das Gateway aggregiert diese Daten, um sie dem Gebäudeleitsystem auf eine konsolidierte und sinnvolle Weise zur Verfügung zu stellen.
  3. Sicherheitsaspekte: Das Gateway kann Sicherheitsprotokolle implementieren, um die Integrität, Vertraulichkeit und Authentifizierung der übertragenen Daten zu gewährleisten. Dies ist besonders wichtig, wenn es um sensible Daten im Zusammenhang mit Gebäudesicherheit oder anderen kritischen Systemen geht.
  4. Datenfilterung und -transformation: Ein Gateway kann Daten filtern und transformieren, um nur relevante Informationen an das Gebäudeleitsystem weiterzugeben. Dies kann die Effizienz der Datenübertragung verbessern und sicherstellen, dass nur die benötigten Informationen übermittelt werden.
  5. Zeitsynchronisation: In einem Gebäudeleitsystem ist die Zeit oft ein kritischer Faktor, insbesondere wenn es um zeitkritische Ereignisse oder Synchronisation von Aktionen geht. Ein Gateway kann sicherstellen, dass die Daten mit einer gemeinsamen Zeitskala synchronisiert sind.
  6. Fehlermanagement und Diagnose: Ein Gateway sollte in der Lage sein, Fehler zu erkennen und zu managen. Dies kann das Überwachen von Kommunikationsfehlern, das Protokollieren von Ereignissen und das Bereitstellen von Diagnoseinformationen umfassen, um Wartung und Fehlerbehebung zu erleichtern.
  7. Standardisierte Schnittstellen: Das Gateway stellt standardisierte Schnittstellen bereit, über die das Gebäudeleitsystem auf die aggregierten und übersetzten Daten zugreifen kann. Dies können Schnittstellen basierend auf offenen Standards wie OPC UA, RESTful APIs oder andere sein.
  8. Zentralisiertes Management: Ein Gateway kann in der Lage sein, zentralisiert verwaltet zu werden. Dies kann Remote-Konfiguration, Aktualisierung von Firmware und Überwachungsfunktionen umfassen.

Die genaue Arbeitsweise eines Gateways kann je nach den spezifischen Anforderungen des Gebäudeleitsystems und der vorhandenen Gebäudeinfrastruktur variieren. Es ist wichtig sicherzustellen, dass das Gateway die erforderlichen Protokolle unterstützt und die gewünschten Funktionen bereitstellt, um eine nahtlose Integration zu gewährleisten.

Middleware

Der Begriff “Middleware” bezieht sich auf Software, die sich zwischen verschiedenen Anwendungen, Systemen oder Netzwerken befindet, um die Kommunikation und den Datenaustausch zwischen ihnen zu erleichtern. Sie fungiert als Vermittler und ermöglicht die Integration unterschiedlicher Softwarekomponenten, die sonst möglicherweise nicht direkt miteinander kommunizieren könnten. Middleware erleichtert die Interaktion zwischen verteilten Anwendungen und Systemen, indem sie eine gemeinsame Plattform für den Informationsaustausch bereitstellt.

Im Gebäudebereich kann Middleware als Zwischenschicht zwischen bestehenden Gebäudeleitsystemen und neuen Schnittstellen oder Gebäudeautomationslösungen eingesetzt werden.

API-Integration

Eine API (Application Programming Interface) ist eine Schnittstelle, die es Softwareanwendungen ermöglicht, miteinander zu kommunizieren und zu interagieren. APIs definieren die Methoden und Datenformate, die Anwendungen verwenden können, um miteinander zu kommunizieren. Sie stellen sozusagen einen Satz von Regeln und Protokollen bereit, die den Zugriff auf bestimmte Funktionen oder Daten ermöglichen, ohne dass der Entwickler den internen Code der jeweiligen Anwendung kennen muss.

Es gibt verschiedene Arten von APIs, darunter:

  1. Web-APIs (HTTP-basierte APIs): Diese APIs ermöglichen die Kommunikation über das Internet mithilfe des HTTP-Protokolls. Web-APIs werden häufig in der Entwicklung von Webanwendungen verwendet.
  2. Bibliotheks-APIs: Diese APIs bieten Funktionen und Prozeduren, die in Programmiersprachen verwendet werden können. Zum Beispiel können Programmierschnittstellen von Java-Bibliotheken genutzt werden, um bestimmte Funktionen in Java-Anwendungen zu integrieren.
  3. Datenbank-APIs: Datenbank-APIs ermöglichen den Zugriff auf Datenbanken und das Ausführen von Datenbankabfragen. Diese Schnittstellen erleichtern den Austausch von Daten zwischen Anwendungen und Datenbanken.

Abhängig von den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten des Gebäudeleitsystems können Skripte oder Anwendungen entwickelt werden die solche offenen APIs nutzen, um Daten zu extrahieren, zu transformieren und an die neuen Systeme zu senden.

Datenbankintegration

Eine weitere Methode zur Erweiterung der Schnittstellen eines bestehenden Gebäudeleitsystems ist die Integration der Datenbank des Gebäudeleitsystems. Indem Informationen von externen Quellen in die Datenbank des Gebäudeleitsystems eingespeist oder von dort ausgelesen werden wird ein Informationsaustausch zwischen verschiedenen Systemen ermöglicht. Dieser Prozess ist Teil der Bemühungen, unterschiedliche Datenquellen zu vereinen und eine umfassende Datenbasis für das Gebäudeleitsystem zu schaffen. Die beiden Hauptaspekte dieses Konzepts sind:

Einspeisen von Daten in die Datenbank:

  • Neue Datenquellen hinzufügen: Durch das Einspeisen von Daten in die Datenbank können neue Informationen von externen Quellen in das Gebäudeleitsystem integriert werden. Diese externen Quellen könnten Sensoren, Geräte, externe Datendienste oder andere Systeme sein, die relevante Daten für das Gebäudemanagement bereitstellen.
  • Datenformat und Struktur beachten: Die eingespeisten Daten müssen dem Datenformat und der Struktur entsprechen, die vom Gebäudeleitsystem unterstützt werden. Es ist wichtig, sicherzustellen, dass die Daten korrekt in die Datenbank eingefügt werden, um eine sinnvolle Integration zu gewährleisten.

Auslesen von Daten aus der Datenbank:

  • Datenzugriff für externe Systeme: Das Auslesen von Daten aus der Datenbank ermöglicht externen Systemen den Zugriff auf relevante Informationen des Gebäudeleitsystems. Dies könnte für andere Anwendungen, Berichterstellungen, Analysen oder Integrationen mit weiteren Systemen notwendig sein.
  • Definieren von Schnittstellen und APIs: Der Zugriff auf Daten aus der Datenbank erfolgt oft über definierte Schnittstellen oder APIs. Diese Schnittstellen legen fest, wie externe Systeme auf die Daten zugreifen können, welche Daten verfügbar sind und in welchem Format die Daten bereitgestellt werden.

Insgesamt ist diese Möglichkeit der Integration neuer Datenquellen sehr zeitaufwändig, da zunächst die bestehenden Datenschemata verstanden werden müssen und erst im Laufe der Integration unerwartete Abhängigkeiten Abhängigkeiten auftreten können, die den gesamten Integrationsprozess zusätzlich komplizieren.

Wireless Sensoren und Aktoren

Eine Möglichkeit zur schnellen Erweiterung der Gebäudeleittechnik ist die Verwendung funkbasierter Technologien wie Zigbee, Z-Wave oder LoRaWAN. Dabei werden drahtlose Sensoren und Aktoren nahtlos in das Gebäudeleitsystem integriert. Diese Technologien ermöglichen die drahtlose Kommunikation zwischen verschiedenen Geräten, wodurch eine flexible und effiziente Vernetzung im Gebäude realisiert werden kann.

Die Verwendung von funkbasierten Technologien bietet den Vorteil, dass die Installation einfacher ist, da keine Verkabelung erforderlich ist. Dies reduziert nicht nur die Installationskosten, sondern ermöglicht auch eine flexible Platzierung der Sensoren und Aktoren im Gebäude. Die drahtlose Kommunikation ermöglicht zudem eine schnellere Reaktion auf Änderungen oder Anforderungen im Gebäudebetrieb.

Ein Unterschied zu den anderen Integrationsansätzen die Verwendung eines getrennten Netzes, welches in der Regel mit einem Gateway in die bestehende Infrastruktur eingebunden werden kann. In manchen Fällen bietet die bestehende Gebäudeleittechnik bereits eine Schnittstelle für einzelne funkbasierte Technologien. In diesem Fall können die drahtlosen Geräte direkt mit dem Leitsystem kommunizieren. In allen anderen Fällen muss das verwendete Gateway mit der bestehenden Gebäudeleittechnik kompatibel sein.

Insgesamt ermöglicht dieser Ansatz eine effektive Integration von drahtlosen Geräten in das Gebäudeleitsystem, was zu einer verbesserten Effizienz, Flexibilität und Kontrolle über verschiedene Aspekte des Gebäudebetriebs führt.

Upgrade der Steuerungssysteme

Der Ansatz zur Erweiterung der Schnittstellen eines bestehenden Gebäudeleitsystems besteht darin, bei Bedarf ältere Steuerungssysteme oder Komponenten durch modernere Modelle zu ersetzen, die über aktuellere Schnittstellen verfügen. Dieser Schritt zielt darauf ab, die Kommunikationsfähigkeiten des bestehenden Leitsystems zu verbessern, um eine nahtlose Integration mit neuen Technologien und Anwendungen zu ermöglichen.

Die Aktualisierung älterer Steuerungssysteme oder Komponenten kann durch den Einsatz von Geräten erfolgen, die über standardisierte und zeitgemäße Schnittstellenprotokolle verfügen. Dies könnte beispielsweise die Integration von Komponenten mit modernen Datenübertragungsprotokollen wie MQTT oder OPC/UA bedeuten. Diese modernen Schnittstellen ermöglichen eine effiziente und zuverlässige Kommunikation zwischen verschiedenen Systemen und Geräten.

Durch den Austausch älterer Komponenten kann das Gebäudeleitsystem besser auf die Anforderungen der heutigen vernetzten Umgebungen reagieren. Dies schafft die Grundlage für die Integration von intelligenten Geräten, die Echtzeitdaten liefern können, sowie für die Implementierung von fortgeschrittenen Steuerungs- und Automatisierungsfunktionen.

Darüber hinaus ermöglicht die Erweiterung der Schnittstellen die Integration mit modernen Management-Plattformen und Softwarelösungen, was zu einer verbesserten Überwachung, Analyse und Optimierung des Gebäudebetriebs führen kann. Die Investition in aktuellere Schnittstellen trägt somit dazu bei, die Lebensdauer und Funktionalität des Gebäudeleitsystems zu verlängern und gleichzeitig die Flexibilität für zukünftige technologische Entwicklungen zu gewährleisten.

Cloud-basierte Lösungen

Der Ansatz zur Erweiterung der Schnittstellen eines bestehenden Gebäudeleitsystems durch die Implementierung von Cloud-basierten Lösungen ist darauf ausgerichtet, die Integration und Vernetzung von verschiedenen Komponenten zu verbessern. Durch den Einsatz von Cloud-Diensten als Integrationsplattform eröffnen sich mehrere Vorteile für das Gebäudeleitsystem:

  1. Datenaggregation aus verschiedenen Quellen: Cloud-basierte Lösungen können als zentrale Plattform dienen, um Daten aus verschiedenen Sensoren, Aktoren und anderen Quellen im Gebäude zu aggregieren. Dies ermöglicht eine umfassende und effiziente Datenerfassung, unabhängig von der Art der Schnittstelle oder dem Protokoll, das von den einzelnen Geräten verwendet wird.
  2. Fernüberwachung und -steuerung: Durch die Cloud-Integration können Benutzer das Gebäudeleitsystem von entfernten Standorten aus überwachen und steuern. Dies bietet eine erhöhte Flexibilität und ermöglicht es den Verantwortlichen, jederzeit auf Echtzeitdaten zuzugreifen und notwendige Anpassungen vorzunehmen. Dies ist besonders nützlich für die Fernwartung, Diagnose von Problemen und die Optimierung von Betriebsabläufen.
  3. Skalierbarkeit und Flexibilität: Cloud-Plattformen sind oft skalierbar und flexibel, was es ermöglicht, neue Geräte und Technologien einfach in das System zu integrieren. Dies ist besonders wichtig, wenn sich die Anforderungen an das Gebäudeleitsystem im Laufe der Zeit ändern oder wenn neue Technologien eingeführt werden sollen. Zudem können Cloud-Plattformen oft leicht mit anderen cloudbasierten Diensten und Anwendungen integriert werden. Dies ermöglicht die Integration von Drittanbieter-Lösungen.
  4. Analyse und Optimierung: Cloud-Dienste bieten oft integrierte Analysewerkzeuge, mit denen Daten analysiert und Muster erkannt werden können. Dies ermöglicht eine verbesserte Optimierung von Energieverbrauch, Raumauslastung und anderen betrieblichen Parametern.
  5. Automatisierung: Cloud-Plattformen ermöglichen die Implementierung von Automatisierungsskripten und -regeln, um auf Basis der gesammelten Daten automatisch bestimmte Aktionen auszulösen. Dies trägt zu einer effizienteren und proaktiveren Steuerung des Gebäudeleitsystems bei.
  6. Zentrale Datenhaltung: Cloud-basierte Plattformen ermöglichen eine zentrale Speicherung von Daten, was die Konsistenz und Verfügbarkeit verbessert. Dies erleichtert auch die Sicherung und Wiederherstellung von Daten sowie die Einhaltung von Datenschutzrichtlinien.
  7. Sicherheit und Datenschutz: Cloud-Anbieter investieren oft erhebliche Ressourcen in die Sicherheit ihrer Infrastruktur. Die Nutzung etablierter Cloud-Dienste kann somit zu einer verbesserten Sicherheit und Datenschutzkonformität führen, da diese Dienste häufig fortschrittliche Sicherheitsmaßnahmen und Compliance-Zertifizierungen implementieren.
  8. Updates und Wartung: Cloud-Plattformen werden regelmäßig aktualisiert und gewartet, wodurch die Verantwortung für die Wartung und Aktualisierung des Systems teilweise oder vollständig auf den Cloud-Anbieter übergeht. Dies ermöglicht es den Unternehmen, sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren, während gleichzeitig ein aktuelles und sicheres System gewährleistet wird.

Trotz der zahlreichen Vorteile gibt es auch einige potenzielle Nachteile bei der Implementierung von Cloud-basierten Lösungen zur Erweiterung der Schnittstellen eines Gebäudeleitsystems:

  1. Abhängigkeit von Internetverbindung: Cloud-basierte Lösungen erfordern eine stabile und zuverlässige Internetverbindung. Wenn die Verbindung gestört ist oder ausfällt, kann dies zu Unterbrechungen im Betrieb und Problemen bei der Echtzeitkommunikation führen.
  2. Datenschutzbedenken: Die Speicherung von Daten in der Cloud kann Datenschutzbedenken aufwerfen, insbesondere wenn es um sensible Informationen geht. Unternehmen müssen sicherstellen, dass der Cloud-Anbieter angemessene Sicherheitsmaßnahmen implementiert und den Datenschutzstandards entspricht.
  3. Kosten: Obwohl Cloud-Dienste oft nutzungsabhängig abgerechnet werden, können die Kosten im Laufe der Zeit steigen, insbesondere wenn die Nutzung stark zunimmt. Es ist wichtig, die Kosten im Auge zu behalten und sicherzustellen, dass die Cloud-Ressourcen effizient genutzt werden.
  4. Datensouveränität: In einigen Fällen können lokale Datenschutzgesetze und Vorschriften die Übertragung und Speicherung von Daten in Cloud-Umgebungen einschränken. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie die Datensouveränität und Compliance mit den jeweiligen rechtlichen Anforderungen gewährleisten.
  5. Sicherheitsbedenken: Obwohl Cloud-Anbieter strenge Sicherheitsmaßnahmen implementieren, besteht immer das Risiko von Sicherheitsverletzungen oder Datenlecks. Unternehmen müssen angemessene Sicherheitsstrategien implementieren und regelmäßig überprüfen, um diese Risiken zu minimieren.
  6. Anpassung an neue Technologien: Bei der Nutzung von Cloud-basierten Lösungen müssen Unternehmen sicherstellen, dass ihre bestehende Hardware, Software und Mitarbeiterfähigkeiten mit den Anforderungen der Cloud-Infrastruktur kompatibel sind. Dies erfordert möglicherweise Schulungen und Investitionen in neue Technologien.
  7. Verlust der direkten Kontrolle: Durch die Auslagerung von Diensten in die Cloud verliert das Unternehmen einen gewissen Grad an direkter Kontrolle über die physische Infrastruktur und die Systemadministration. Dies kann zu Unsicherheiten hinsichtlich der Verfügbarkeit und Leistung führen.

Es ist wichtig, die spezifischen Anforderungen und Risiken im Kontext des Gebäudeleitsystems zu berücksichtigen und eine sorgfältige Evaluierung vor der Umstellung auf Cloud-basierte Lösungen durchzuführen.

Firmware- und Software-Updates

Der Ansatz zur Erweiterung der Schnittstellen eines bestehenden Gebäudeleitsystems durch Überprüfung von Firmware- oder Software-Updates für vorhandene Geräte ist darauf ausgerichtet, die Funktionalität und Integration von bereits installierten Komponenten zu verbessern. Dieser Ansatz bietet mehrere Vorteile:

  1. Aktualisierung bestehender Infrastruktur: Die Überprüfung auf verfügbare Firmware- oder Software-Updates ermöglicht es, ältere Geräte mit neuen Funktionen und Verbesserungen auszustatten. Dies kann insbesondere wichtig sein, wenn neuere Schnittstellen oder Protokolle hinzugefügt wurden, um die Interoperabilität mit moderneren Systemen zu verbessern.
  2. Kompatibilität mit aktuellen Standards: Firmware- oder Software-Updates bieten oft die Möglichkeit, ältere Geräte auf aktuelle Kommunikationsstandards oder Protokolle zu aktualisieren. Dies ist besonders relevant, wenn sich Industriestandards ändern oder neue Technologien aufkommen.
  3. Sicherheitsverbesserungen: Updates können auch Sicherheitsaktualisierungen einschließen, die vorhandene Schwachstellen beheben und die Widerstandsfähigkeit gegenüber potenziellen Bedrohungen verbessern. Dies ist entscheidend, um die Integrität des Gebäudeleitsystems zu gewährleisten.
  4. Verbesserte Integration: Einige Updates können die Integration mit anderen Systemen oder Plattformen erleichtern, indem sie neue Schnittstellen oder Protokollunterstützung hinzufügen. Dies ermöglicht eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Geräten im Gebäudeleitsystem.
  5. Steigerung der Effizienz: Durch Updates können möglicherweise auch Leistungsverbesserungen realisiert werden, die die Effizienz und Reaktionsfähigkeit des Gebäudeleitsystems steigern. Dies kann dazu beitragen, den Betrieb insgesamt zu optimieren.
  6. Verlängerung der Lebensdauer von Geräten: Die Möglichkeit, ältere Geräte durch Firmware- oder Software-Updates zu aktualisieren, kann die Lebensdauer dieser Geräte verlängern. Dies ist kosteneffektiv, da es den Bedarf an teuren Ersatzinvestitionen reduziert.
  7. Minimierung von Inkompatibilitäten: Durch die regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung von Firmware oder Software können potenzielle Inkompatibilitäten mit neuen Technologien vermieden werden, die in das Gebäudeleitsystem integriert werden sollen.

Es ist wichtig zu beachten, dass während Firmware- oder Software-Updates viele Vorteile bieten, es dennoch sorgfältig durchgeführte Tests und eine angemessene Planung erfordert, um mögliche Ausfallzeiten zu minimieren und sicherzustellen, dass die Updates die gewünschten Verbesserungen bringen, ohne bestehende Funktionen zu beeinträchtigen.

 

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